Über mich
Nach einem Familienstreit mit den Kindern an Weihnachten 2017 ist mir die Lebensfreude für ein paar Jahre ziemlich abhandengekommen – auch wenn sich das Verhältnis Ende 2019 halbwegs normalisiert hatte. Trotzdem ließ ich mich so lange coachen, bis ich mich selbst verstand und meine Muskel-, Gelenk- und Magenbeschwerden nachließen.
Als Heilpraktikerin für Physiotherapie wusste ich: Körperliche Beschwerden, die aus seelischer Belastung entstehen, lassen sich nicht wegmassieren. Solange die eigentliche Ursache bleibt, kommen die Symptome zurück.
Nach einem Sturz durch den Hund der Kinder, kurz vor meinem 60. Geburtstag, der mich zwölf Wochen arbeitsunfähig machte, hatte ich reichlich Gelegenheit, weiter nach Heilung zu suchen. Und tatsächlich lag der versteckte Segen darin, Menschen kennenzulernen, die einmal dort standen, wo ich damals war. Sie haben ihren Erkenntnisgewinn und ihre Erfahrungen so aufbereitet, dass andere Betroffene davon profitieren können. Genau das tue ich heute auf meine Weise.
Inzwischen hat sich unsere Familiensituation wirklich so sehr zum Guten entwickelt – heute haben wir echten Familienfrieden. Nicht weil ich gekämpft habe. Und nicht weil ich mich aufgegeben habe. Sondern weil ich den dritten Weg gefunden habe: zurück zu mir selbst, zu meiner Würde und zu meiner inneren Stärke – unabhängig davon, was im Außen gerade geschieht.
Was hat mich dabei am meisten befreit? Die Erkenntnis, dass ich nicht als Mutter gescheitert bin. Dass niemand Schuld an dieser Eskalation trägt. Und dass Schuld und Scham keine moralischen Urteile sind, sondern erlernte Reaktionen, die man wieder loslassen kann.
Aus diesem Weg ist dieser Kongress entstanden. Und aus der Vision, jeder seelisch und körperlich schmerzgeplagten Schwiegermama die gleiche Chance zu geben, die auch ich bekommen habe – ergänzt um all das Wissen und die Erfahrungen, die ich seitdem sammeln durfte.
Ich danke dir von Herzen, dass du das hier liest. Denn schon das Lesen zeigt, dass du bereit bist, in dich selbst zu investieren. Und genau das ist der erste Schritt.
Herzlich,
Deine Denise